Pferdegestützte Psychotherapie: „Mein Weg zurück zu den Pferden“

Seit drei Jahren kommt Ellen einmal in der Woche auf den Hof von Melanie. Sie arbeiten unter anderem gemeinsam an ihrem Selbstvertrauen und ihrer Willensstärke. (Fotos: Schrader)

In folgendem Artikel wird das Thema SexuellerMissbrauch in der Jugend thematisiert. Der Text könnte Unwohlsein in manchen Lesern hervorrufen oder sogar Trigger-Reize enthalten. Das Lesen erfolgt auf eigene Verantwortung.

 

Zwischen den ruhenden Pferden auf dem Paddock sitzen und auf die Geräusche der Vierbeiner sowie der Natur horchen. Eines der Pferde putzen oder auf einem der beiden Plätze mit dem Pferd arbeiten. All dies und noch viel mehr sind Teil der Pferdegestützten Psychotherapie bei Melanie Smaka. Unsere Volontärin Maureen Schrader durfte die Therapiestunde von Ellen Wolfram begleiten und hat mit ihr über ihren Weg zurück zu den Pferden gesprochen.

 

Langsam streift Ellen Gulliver das Halfter über die Nase und über die Ohren. Der Rappe ist entspannt, hält den Kopf ganz still und wartet geduldig, bis das Halfter geschlossen und der Strick festgemacht ist. Ganz alleine steht die 50-Jährige auf dem Paddock zwischen den Pferden. Ein großer Schritt. „Komm, ich öffne dir das Tor“, ertönt Melanies ruhige Stimme von außen. Der Griff klappert, als sie die untere Litze in die obere einhängt und schließlich das Tor vollständig öffnet. Ellen macht sich mit Gulliver auf den Weg. „Nein, Gulliver“, stößt sie bestimmt aus, als der Wallach den Kopf zügig senkt und seine weiche Nase in das Gras drückt. Mit einem starken Ruck am Strick hat sie ihn wieder oben und kann ihren Weg zum Putzplatz mit ihm fortführen. Sie muss grinsen und auch Melanie kann sich ein kleines Kichern nicht verkneifen. Sie verschließt das Tor und folgt den beiden, jederzeit bereit, einzugreifen oder zu helfen.

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