Pferdehaaranalyse: Haarige Erkenntnisse

Haaranalysen beim Pferd geben Aufschluss über Farbvererbung und auch Erbkrankheiten. (Fotos: Equipics)

Unter Züchtern und in den Verbänden ist es bereits gang und gäbe, dass Pferdehaaranalysen vorgenommen werden, um beispielsweise die Abstammung eines Fohlens zu überprüfen oder im Voraus auf vererbbare Fellfarbe und Krankheiten zu testen. Weshalb die Forschung zur Genetik ebenso wichtig ist wie die zur Haltung oder Fütterung von Pferden, erklärt Doktor Melissa Cox, die wissenschaftliche Leitung der Generation GmbH Tübingen – Center for Animal Genetics (CAG) – in unserem Interview. 

Anhand von Pferdehaaren lassen sich die verschiedensten genetischen Informationen gewinnen. Gerade die Erbinformationen zur Fellfarbe, welche Fohlen in den Chromosomen von Mutterstute und Vatertier in nahezu gleichem Maße erhalten, sind in der Zucht relevant. Die dominant-rezessive Vererbung hat zur Folge, dass die Färbung eines Fohlens meist dem Erscheinungsbild eines Elternteils gleichkommt, je nachdem, welches Elterntier sich mit der dominanten Farbinformation durchgesetzt hat. Viele Züchter testen ihre Pferde, um ein Fohlen in ihrer bevorzugten Grundfarbe zu bekommen. Alles, was man für den Gentest des Pferdes braucht, ist eine Blutprobe oder ungefähr 20 Mähnen- oder Schweifhaare mit Haarwurzeln (www.laboklin.com). Dabei gibt es bei Pferden nur zwei Farbstoffe beziehungsweise Melanine.

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