Quo Vadis Körungen? - Mehr Zeit um zu reifen?

Wie könnten die Hengstkörungen zukünftig aussehen und ablaufen? (Foto: Lafrentz)

Besonders unter Züchtern sorgten die neuen bundesweiten Tierschutzleitlinien im Pferdesport in den vergangenen Monaten für Diskussionsbedarf. Ein darin enthaltener Punkt stand dabei besonders im Fokus: Zukünftig darf der Ausbildungsbeginn eines Pferdes erst im Alter von 30 Monaten beginnen. Eine Tatsache, die vor allem bei den Zuchtverbänden in Hinblick auf die Körungen einige Veränderungen mit sich bringen dürfte. Wie die aussehen können? Darüber gehen die Meinungen auseinander.

 

Mit der überarbeiteten Broschüre „Tierschutz im Pferdesport – Leitlinien zu Umgang mit und Nutzung von Pferden unter Tierschutzgesichtspunkten“, soll laut des herausgebenden Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) der aktuelle wissenschaftliche und der aus der Praxis resultierende Kenntnisstand möglichst umfassend berücksichtigt werden. „Diese Leitlinien geben eine Orientierungshilfe für die Auslegung der allgemeinen Regelungen des Tierschutzgesetzes. Sie sollen als antizipiertes Sachverständigengutachten alle Personen, die mit Pferden umgehen, die zuständigen Behörden und die Gerichte bei der Entscheidung unterstützen, ob eine Nutzung von Pferden den Vorschriften dieses Gesetzes entspricht“, beschreibt das zuständige Ministerium den Inhalt. Konkret heißt es in der Broschüre: „Pferde früher als im Alter von 30 Lebensmonaten in die zielgerichtete Ausbildung zum vorgesehenen Nutzungszweck zu nehmen, verletzt in der Regel die dargestellten Grundsätze. Es kann je nach Rasse, physischer und psychischer Entwicklung des Pferdes sowie dem angestrebten Ausbildungs- und Nutzungszweck ein längeres Abwarten geboten sein, um Verletzungen und Schäden, die durch einen zu frühen Ausbildungsbeginn entstehen können, zu vermeiden.“

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