"Pferdeklappe"

Petra Teegen betreibt Deutschlands einzige Pferdeklappe. „Ganz Deutschland nimmt Teil an dem, was sich in meiner Küche abspielt", sagt Petra Teegen. Im Juli 2013 hat die 61-jährige die Pferdeklappe, eine Auffangstation für „verwaiste“ Pferde, gegründet, und in zahlreichen Telefongesprächen, die sie aus ihrer Küche heraus führt, dreht sich alles um die Pferde.

Die Pferdeklappe funktioniert wie eine Babyklappe: Menschen, die mit der Haltung ihres Pferdes unerwartet überfordert sind, können es in Norderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg anonym auf einer Weide abstellen. Auf der abgelegenen Klappenweide werden die Vierbeiner von zwei Ponys, Beach Boy und Pirat, aufgenommen. Drei Mal am Tag wird die Weide kontrolliert, Neulinge werden so gleich entdeckt. Innerhalb von zwei Stunden kommt der Tierarzt, denn die neuen Pferde sollten keine ansteckenden Krankheiten mitbringen. Auch der Schmied kommt so schnell er kann, oft noch im Verlauf des ersten Tages. Zwischen drei Tagen und drei Wochen bleiben die Klappenpferde auf dem Hof. Nach dieser Zeitspanne hat Teegen die Tiere meist in neue Hände vermittelt. Auf der Weide gibt es auch eine Notbox: Hier ist der Überlassungsvertrag hinterlegt, Besitzer können hier auch den Equidenpass und Hinweise zum Tier hinterlassen. Viele, die ihr Pferd dorthin brächten, lieferten eine lange Liste mit, mit allem, was ein neuer Halter wissen solle, sagt Teegen.

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