Wie der Vater, so der Sohn

Fotos: Andrea Zachrau

2019 wird ein Jahr des Abschieds für Kristina Bröring-Sprehe. Ihr Erfolgspferd Desperados FRH, mittlerweile 18 Jahre alt, wird die große Bühne verlassen - zumindest aller Wahrscheinlichkeit nach. Denn noch ist der schwarze Hengst topfit und soll noch das ein oder andere große Turnier bestreiten.

Völlig entspannt wartet „Despi“, wie er liebevoll genannt wird, am Putzplatz. Der Schopf wird gekämmt, Hufe gefettet und bevor es nach draußen geht fürs Fotoshooting, bekommt das ehemalige Olympiapferd von Pflegerin Anna noch einen Kuss auf die Nüstern gedrückt. 

 

Der Star im Stall

Der Hengst ist zweifelsohne der Star im Stall Sprehe: Mit ihm begann Kristina Bröring-Sprehes internationale Karriere, von 2012 bis 2016 errang sie mit ihm olympische Medaillen und feierte Erfolge bei deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften. Zeitweise führten die beiden die Weltrangliste an und Desperados wurde die Ehre zu teil, 2016 als „Hannoveraner Hengst des Jahres“ ausgezeichnet zu werden. „Despi ist mein absolutes Traumpferd. Ich habe ihm unglaublich viel zu verdanken“, sagt die 32-Jährige. Die ersten Erfolge konnte das Paar im Piaff-Förderpreis erreiten. Doch bis dahin war es ein langer Weg. „Wir haben wirklich ganz klein angefangen, die ersten Monate bin ich Desperados nur Trab-Schritt-Übergänge geritten. Wir haben eine ganze Zeit gebraucht, um zusammenzuwachsen.“ Bevor die junge Amazone in Desperados‘ Sattel stieg, wurde er ausschließlich von einem Mann geritten. „Damals wurde mir gesagt, dass er kein Frauenpferd sei. Da war meine Motivation natürlich noch größer, dass wir beide es gemeinsam schaffen.“ Irgendwann hat es Klick gemacht -  und von da ab ging es steil bergauf. Dass das Paar schließlich international durchstarten konnte, hatte es auch seinem damaligen Trainer Jürgen Koschel zu verdanken.

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