Headshaking: therapierbar statt unreitbar?

Headshaking: die Forschung arbeitet an neuen Therapieformen. (Fotos: Equipics)

Selten bereitet heutzutage eine Erkrankung des Pferdes so viele Schwierigkeiten und Kosten hinsichtlich Diagnose und Behandlung wie das Headshaking. Die betroffenen Pferdebesitzer stehen dem Problem oftmals hilflos gegenüber. Der englische Begriff „Headshaking“ (Kopfschütteln) ist ein Symptomkomplex, was bei Pferden immer häufiger vorkommt.

 

Kopfschlagen, Zucken oder Nase reiben charakterisieren das Headshaking-Syndrom. Bei vielen Pferden führt es zur Unreitbarkeit oder sie werden im schlimmsten Fall eingeschläfert, da ein pferdegerechtes Leben ohne Leiden nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig gibt es immer mehr neue Erkenntnisse, die Aufschlüsse über Ursachen, Diagnosen und neue Therapiemöglichkeiten geben.

 

Neurologische Störung

 

Beim Headshaking geht man davon aus, dass es sich um eine neurologische Störung oder Erkrankung handelt. Betroffen ist vor allem der Gesichtsnerv (Trigeminusnerv). Viele Pferde versuchen mit Kopfschlagen, Schnauben oder Reiben der Nase, sich von dem Problem zu befreien. Leider gibt es unzählige Ursachen für dieses Syndrom. Diagnosen und Therapien stellen Tierärzte und Therapeuten vor eine Herausforderung. Das Phänomen ist weltweit verbreitet und in vielen Fällen sind die Pferde nicht mehr reitbar, da sich für sich und den Reiter bei der Nutzung eine regelrechte Gefahr darstellen. Headshaking kann unterschiedliche Ursachen haben und je nach Ursache in der Intensität, Dauer und Auftreten sowie mögliche Begleitsymptome variieren. Nach dem heutigen Wissensstand können diverse organische Erkrankungen, aber auch haltungs- und umgangsbedingte Verhaltensstörungen zugrunde liegen. Besonders auffällig ist, dass Headshaking besonders gehäuft im Frühjahr auftritt. Als Begleitsymptome stellen sich häufig Reiben der Nase, Schnauben und aktive Licht- und Windvermeidung ein. Auch kann es sein, dass die Pferde mit dem Huf versuchen an die Nüstern zu schlagen.

Die Ursachen für das Headshaking-Syndrom sind sehr vielfältig. So können Grunderkrankungen wieZahnerkrankungen, Erkrankungen der Augen sowie der Ohren mit Gleichgewichtsorgan, Erkrankungen der Luftsäcke, der Nasennebenhöhlen und schmerzhafte Prozesse im Bereich des Gesichtes, Kiefergelenkes und der Wirbelsäule Ursache sein. Häufig liegt als Auslöser des Headshaking-Syndroms ein Gesichtsschmerz vor, der mit der sogenannten Trigeminusneuralgie des Menschen vergleichbar ist. Es handelt sich hierbei um einen äußerst schmerzhaften Reizungszustand des fünften Hirnnerven, welcher die Empfindungen im Gesicht weiterleitet.

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