Burnout: Stress, lass nach!

Fotos: Equipics

Mittlerweile ist Burnout schon fast eine Zivilisationskrankheit: Durch Stress verursacht, geraten Menschen in einen Zustand chronischer Überforderung, der krank macht. Wie aber sieht es bei Pferden aus? Wieviel Stress können sie aushalten? rm-Redaktionsleiterin Andrea Zachrau hat dazu Tierärztin und Mikrobiologin Dr. Dorothe Meyer befragt.

                   

Können Pferde ebenfalls an Burnout leiden?

Für Burnout gibt es eigentlich keine allgemeingültige Definition. Beim Menschen werden hierunter Zustände chronischer Überforderung (körperlicher und emotionaler Art) und/oder anhaltender „Kränkung“ im Beruf subsummiert. „Spürt" man den emotionalen Befindlichkeiten und individuellen Reaktionen nach, so ist die Fragestellung in der Tat sehr interessant und beim genauen Nachdenken würde ich das tatsächlich bejahen! Jeder hat mit Sicherheit schon mal Pferde erlebt, die diesen Blick „nobody at home“ zeigen, sie reagieren nicht mit Interesse und Neugierde auf den Menschen, sondern scheinen förmlich durch einen durchzuschauen, beziehungsweise ins Nirgendwo. Sie stehen eventuell sogar mit dem Kopf zur Wand in der Box und nehmen keinerlei Anteil an ihrer Umgebung. In der Arbeit machen sie in der Regel „ihren Job“, sind aber keineswegs mit Freude und Spaß dabei, wirken mitunter aber auch auffallend gestresst, wie man an der gespannten Maulpartie und den Augen leicht erkennen kann. Pferde im Dauerstress leiden meist an Erkrankungen des Magens, seien es „nur“ Schleimhautreizungen oder massive blutende Geschwüre. In der Folge können milde Koliken – ohne massive Ursachen wie Verstopfung oder Aufgasung – auftreten, Kotwasser oder auch wechselnder Appetit.

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